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Luckenwalde in Wünsdorf chancenlos

Wölfe mit riesigem Heim-Comeback
kuba mtv luckenwalde

Die Wölfe haben sich den starken Auswärtssieg beim SC Trebbin zum Saisonauftakt mit einem furiosen Heimsieg über die HV Luckenwalde 09 vergoldet. Gegen die HVL gab es einen deutlichen 30:15-Erfolg, bei dem der MTV von Beginn an das Sagen hatte. Mit einer gut sortierten Offensive, einer starken Abwehr und einer ebenso guten Torhüterleistung siegen sich die Wölfe sogar vorerst auf Platz 1. Mehr...

Was für ein Auftakt der Wölfe beim Auswärtsspiel in Trebbin. Nach einem 5:10-Halbzeitrückstand gewann der MTV fünf Sekunden vor Ende mit 26:25. Ein Derby mit viel Drama – und das gab Rückenwind für das erste Heimspiel der Saison. 336 Tage hatten die Wölfe nicht in der heimischen Arena gespielt. Mit Luckenwalde kam ein Gegner, der ein spannendes Duell versprach – zumindest auf dem Papier. Aus den vergangenen fünf Duellen ging jeder zwei Mal als Sieger hervor, dazu ein Unentschieden. Demnach erwarteten die Zuschauer in der Paul-Schumann-Halle eine spannende Partie.

Neu-Trainer Ferenc Remes freut sich zunächst einmal über die Atmosphäre: „Es ist toll, dass hier so eine tolle Stimmung herrscht.“ 100 Zuschauer dürfen in der Paul-Schumann-Halle beim Heim-Comeback. Von der Spannung, die die Statistik versprach, sehen die Fans aber nur wenig.

Bis zum 2:2 können die Gäste zwei Mal in Führung gehen. Dann übernehmen die Wölfe das Kommando. Nils Seegebrecht bedient Erik Klaus am Kreis – in der 7. Minute gehen die Wölfe erstmals in Führung (3:2). Danach macht zunächst Neuzugang Jakub Pawlicki weiter mit seiner Torshow. Mit dem Treffer zum 7:4 (13.) macht er schon sein sechstes Tor des Tages. In der Anfangsphase ist der Wünsdorfer Rückraumschütze unaufhaltsam. Bereits eine Woche zuvor schrieb sich „Kuba“ neun Mal in die Torschützenliste ein.

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Aber trotz spielerischer Dominanz bleibt es vom Spielstand her zunächst spannend. Erst nach 15 Minuten setzt sich der MTV ab. „Das Spiel gewinnst du, wenn der Torhüter im Spiel ist“, resümiert Remes. Und das ist Carlo Hirsing nach ein paar Minuten komplett. Alles, was die starke MTV-Abwehr noch aufs Tor lässt, entschärft der Keeper. Nur über die Siebenmeter ist Luckenwalde sicher, verwandelt drei von drei. Aus dem Feld hingegen ist so gut wie nichts zu holen. Nur drei Tore gelingen der Handballvereinigung aus dem Spiel heraus, Hirsing hingegen hat zur Pause 12 Paraden auf dem Zettel – eine Mega-Quote von 80 Prozent aus dem Feld. Trainer Remes flachst von der Bank: „Jetzt könntest du auch zufällig mal einen halten.“ Auch die Abwehr steht in der „Kritik“. Beim Stand von 10:5 (20. Minute) ruft der Coach: „Können wir dann jetzt bitte auch mal eine Abwehr stellen?” Gesagt, getan. Bis zur Pause ziehen die Wölfe nochmal an, stellen binnen zehn Minuten auf 17:6.

Luckenwalde spielt zwar ersatzgeschwächt, findet aber offensiv kaum statt. Ideenlos verrennt sich die HVL immer wieder in der starken Wünsdorfer Abwehr. Remes: „Die Abwehr hat heute schon etwa so gestanden, wie wir uns das vorstellen.“ Und gegen die fällt Luckenwalde so gut wie nichts ein.

Halbzeitstand: Wünsdorf – Luckenwalde 17:6

Auch in der zweiten Halbzeit ändert sich wenig am Spielfilm. Luckenwalde bekommt keinen Zugriff aufs Spiel, Wünsdorf hat das Geschehen im Griff. Im Tor bekommt Hirsing nach seiner furiosen ersten Hälfte eine Pause. Neuzugang Alexander Volz sammelt Spielpraxis und kann so das Zusammenspiel mit den neuen Kollegen optimieren. Auch auf dem Feld wechseln die Wölfe fleißig durch und probieren einiges aus. Anspannung und Konzentration bleiben aber weiterhin hoch. 

Bis zur Schlussviertelstunde wächst der Vorsprung auf 13 Tore – Pawlicki netzt zum 24:11. Jeder Spieler bekommt seine Spielpraxis und gibt sofort Vollgas. Remes lobt: „Die Jungs haben nicht nachgelassen trotz der hohen Führung.“ Ein Bild, das sich bis zum Schluss durchzieht.

Am Ende gewinnen die Wölfe nach einem gut strukturierten Offensivspiel und einer starken Abwehrleistung mit 30:15 gegen ein völlig überfordertes Luckenwalde, dass zu keinem Zeitpunkt des Spiels richtig Zugriff auf die Partie bekam. Somit übernimmt Wünsdorf am 2. Spieltag der Verbandsliga Süd aufgrund des Torverhältnisses sogar die Tabellenführung. Remes: „Wir können heute mit unserem Spiel zufrieden sein und ordnen das jetzt entsprechend ein. Wir müssen jetzt weiter arbeiten, analysieren und uns weiter verbessern.“ Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel und der Tabellenführung ist die Anfangseuphorie in Wünsdorf groß. Aber: Gerade den hohen Sieg wollen die Wölfe auch korrekt einordnen.

Am kommenden Wochenende kommt die HSG Schlaubetal ins Wolfsrevier. Das zweite Heimspiel in Folge für den MTV, die zur Bewährungsprobe wird. Die HSG gewann am ersten Wochenende in Belzig mit 31:23, hatte am zweiten Wochenende spielfrei. 

Wünsdorf – Luckenwalde 30:15 (17:6)

Wünsdorfer Wölfe: Hirsing, Volz – Pawlicki 10 (4/4), Seifert 4, Vikhrov 4 (1/1), Wendland 3, Luchmann 2, Hawaleschka 2, Klaus 2, Schulz 1, N. Seegebrecht 1, Vogel 1, Schränkler, P. Engel
HV Luckenwalde 09: S. Kühne, Jeyabalan – Ljunggren 6 (4/4), Litzba 3, Bohnert 3, Stelter 2, E. Blümel 1, Kirchner, Schamott, Huth, K. Blümel

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