Saisonspiele 2023/24

Restaurant_Akropolis.jpg

Schwere Auswärtstour, Spielabsage, wieder Werder

Überraschungs-Punkt oder Abrutsch-Gefahr für die Wölfe

Drei Wölfe-Teams unterwegs april30

Die Lage in der Brandenburgliga spitzt sich immer weiter zu. Am vorletzten Spieltag müssen die Wölfe zum Oranienburger HC II reisen, haben damit ein schweres Los vor der Brust. Zwei direkte Konkurrenten nehmen sich gegenseitig die Punkte weg – und wie Wölfe? Gelingt der Überraschungs-Sieg oder gibt's das Finale am letzten Spieltag? Die 2. Männermannschaft bekommt hingegen spontan Pause am Wochenende. Die Frauen treffen wie am vergangenen Wochen auf Grün-Weiß Werder. Mehr...

von Conrad Hipp

Das Finale am letzten Spieltag wollten die Wölfe eigentlich vermeiden. Dafür bleibt ihnen nun aber nur noch eine Chance. Am Sonntag reisen die Wölfe am vorletzten Spieltag dieser Saison zum Oranienburger HC II. Dort heißt es dann: Überraschungs-Sieg inklusiver möglicher Rettung oder Abrutsch-Gefahr! Denn: Am vergangenen Wochenende war in der Brandenburgliga spielfrei. Einige Teams nutzten dies, um Spiele nachzuholen. Mit dem Ergebnis, dass die Mannschaften im Tabellenkeller noch enger zusammengerückt sind. Die Wölfe haben Platz 7 behalten, dahinter scharrt ein Trio mit den Hufen, die Wölfe zu überholen. Der MTV steht derzeit bei 15 Punkten, dahinter sind Lübbenau, Bad Freienwalde und Werder II mit jeweils 14 Punkten. 

Die Ausgangslage: Der LHC Cottbus II ist nicht mehr zu retten, auch Chemie Guben hilft nur ein Wunder. Zwar könnte Guben mit zwei Siegen gegen Potsdam II und Bad Liebenwerda noch auf 14 Punkte kommen. Allerdings würde es dann bestenfalls zu einem Dreiervergleich kommen. Werder II und Bad Freienwalde treffen noch direkt aufeinander, können somit nicht beide die Saison mit 14 Punkten beenden. Maximal könnten also nur Werder II oder Bad Freienwalde sowie Lübbenau und Guben auf 14 Punkte kommen in der Theorie. Einen Dreiervergleich mit Bad Freienwalde und Lübbenau würde Guben komplett verlieren. Bei einem Dreiervergleich mit Werder II und Lübbenau würden alle vier Punkte aus den direkten Duellen haben, Guben würde hier auf Platz 2, damit auf Platz 10 landen. Die Rettung wäre dann nur noch drin, wenn es nur zwei Absteiger gibt. Die wahrscheinlichste Variante sind derzeit allerdings drei Absteiger. Gut für die Wölfe: Würde es auf diesen Dreiervergleich ankommen, hätte der MTV selbst mit zwei Niederlagen aus den letzten beiden Spielen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun, die 15 Punkte würden reichen. Eine riskante Rechnung.

Gleichzeitig kann der Klassenerhalt aber auch bereits an diesem Wochenende fix sein für die Wölfe. Dafür bräuchte der MTV am Sonntag auf jeden Fall einen Sieg Oranienburg. In diesem Fall käme es auf die Ergebnisse am Vortag an. Wenn Lübbenau sein Heimspiel gegen Cottbus II verliert oder es in der Partie zwischen Bad Freienwalde und Werder II einen Sieger und kein Unentschieden gibt, wäre der MTV-Klassenerhalt durch. Bei dann 17 Punkten hätte man drei Punkte Vorsprung – das würde vor dem letzten Spiel reichen. Es kann allerding auch noch richtig kurios werden.

Die irrste Rechnung: Nach 22 Spieltagen könnten mit Wünsdorf, Lübbenau, Bad Freienwalde und Werder II mit 16 oder 17 Punkten sogar bis zu vier Teams punktgleich sein. Bei Punktgleichheit würde der direkte Vergleich darüber entscheiden, wer den letzten Absteiger stellt. Ebenfalls eine riskante Rechnung für die Wölfe, da man gegen Lübbenau keinen Punkt holte, gegen Werder II eins der beiden Spiele gewinnen konnte und gegen Bad Freienwalde das Hinspiel gewann. Am letzten Spieltag gegen Bad Freienwalde könnte es also auf jedes Tor ankommen. Bei den Wölfen hat man sich die Situation anders vorgestellt. Bereits gegen Wildau und Lübbenau sollten die Punkte geholt werden. Gerade in Wildau hat der MTV dabei in einem engen Spiel die große Chance verpasst. Gegen Lübbenau war das Team überwiegend chancenlos. Der Trainer betonte längst: „Wir sind immer noch vor den anderen.“ Das Gute: Für den Klassenerhalt muss von den drei 14-Punkte-Teams auch nur eins hinter dem MTV bleiben. Da es unter den Top 3 der Liga Interesse am Aufstieg in die Oberliga Ostsee-Spree gibt, ist die Variante mit vier Absteigern derzeit sehr unwahrscheinlich.

Den Wölfen könnte ein dramatisches Finale am letzten Spieltag gegen Bad Freienwalde drohen. Die Kurstadthandballer treffen am Samstag auf Werder II. Verliert der MTV beim OHC, wäre der Sieger vorbei an den Wölfen. Lübbenau empfängt Cottbus II, mit einem Sieg wäre die TSG ebenfalls vorbei an den Wölfen. Vorteil Wünsdorf: Mit dem Heimspiel am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten hat man die Hebel auf jeden Fall bis zum Schluss in der eigenen Hand. Nur bei zwei Niederlagen könnte es schlussendlich richtig eng werden.

Beim OHC geht der MTV als völliger Außenseiter ins Rennen. Oranienburg ist auf Platz 2, punktgleich mit Tabellenführer Ahrensdorf/Schenkenhorst. Der OHC hat erst zwei Niederlagen auf dem Konto, sich immerhin aber schon drei Mal die Punkte geteilt. Auch im Hinspiel bei den Wölfen wäre das fast drin gewesen. Lange Zeit konnte sich der OHC nicht absetzen vom MTV, 15 Minuten vor dem Ende des Spiels lagen die Wölfe nur mit zwei Toren hinten. Mit einer ähnlichen Leistung will der MTV um einen Überraschungspunkt kämpfen. Jeder Zähler würde mehr Ruhe bringen am letzten Spieltag. 

Oranienburger HC II – Wünsdorfer Wölfe
Sonntag, 30. April 2023 14.00 Uhr
HBI Sportforum Oranienburg
taverna pella wuensdorf

Schon am Samstag sind die Frauen des MTV Wünsdorf unterwegs. Der Gegner ist dabei noch bestens bekannt. Es geht zum SV Grün-Weiß Werder II in die Blütenstadt. Kurios: Erst am vergangenen Samstag war Werder zu Gast in Wünsdorf. Hin- und Rückspiel finden also binnen einer Woche statt.

Gut: Beim 28:15-Erfolg hatte der MTV das Spiel über weite Strecken des Spiels im Griff. Nur zu Beginn der zweiten Hälfte gab es eine starke Phase von Werder, in der die MTV-Frauen etwas wankten. Unter dem Strich aber ein überzeugender Sieg. Mit dem Sieg wäre der MTV weiterhin oben dabei. Aktuell liegt das Team auf Platz 4, hat aber nur drei Punkte Rückstand auf Platz 1. Ein Sieg beim Tabellensiebten würde den Druck auf die Konkurrenz weiter erhöhen. 

Grün-Weiß Werder II – MTV-Frauen
Samstag, 29. April 2023 14.00 Uhr
Sporthalle Ernst-Häckel-Gymnasium

Die 2. Männermannschaft sollte nach dem starken Auftritt gegen Potsdam eigentlich beim Tabellendritten SV Lok Rangsdorf zum Derby antreten. Daraus wird aber nichts. Lok Rangsdorf ist geplagt von akuter Personalnot. Daher wurde das Spiel abgesagt. Lok verzichtet auch auf ein Wiederholungsspiel. Damit gehen die Punkte nach Wünsdorf. 

Damit steht auch fest: Der MTV ist sicher Vizemeister. Gegen den Tabellenführer 1. VfL Potsdam IV zeigte die Mannschaft in der Vorwoche eine extrem starke Leistung, hatte das seit Jahren ungeschlagene Team am Rande eines Punktverlustes. Durch die Niederlage ist den Potsdamern die Meisterschaft aber nicht mehr zu nehmen. Jetzt haben die Wölfe also auch den Vizetitel sicher. Am letzten Spieltag empfängt das Team die SG Schöneiche II (6. Mai 16.00). Auch das Hinspiel gegen die HV Luckenwalde 09 II ist noch nicht gespielt, aber bisher auch nicht terminiert worden.

Am Samstag ab 10 Uhr sind die jüngsten Welpen unterwegs. Die F-Jugend startet beim Mini-Spielfest in Dahlewitz. Mit dabei sind auch die Gastgeber aus Dahlewitz, der SSV Falkensee und die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf.  

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.