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Carsten Hildebrandt kommt als 2. Trainer neben Wehlmann

MTV-Handballer holen weiteren Leitwolf 

Wie das neue Trainer-Duo in Zukunft agieren wird

wehlmann hildebrandt

Die Wünsdorfer Wölfe haben sich auf dem Trainerposten umstrukturiert und gehen mit zwei Chef-Trainern in die Saison 2021/21. Matthias Wehlmann, Wölfe-Trainer seit 2016, erhält Verstärkung von Carsten Hildebrandt. Wer ist der neue Coach? Wie wird die Zusammenarbeit in Zukunft aussehen? Welche Erwartungen haben die Trainer an die neue Saison? Mehr...

von Conrad Hipp

Beim Trainingsauftakt der Wölfe am Dienstag tauchte ein neues Gesicht am Rande des Wünsdorfer Kunstrasenplatzes auf. Kein neuer Spieler, der für die Wölfe auf Torejagd gehen wird. Nein, das Gesicht gehört dem neuen Trainer. Sein Name: Carsten Hildebrandt.

Neuer Trainer? Ja! Der bisherige Trainer Matthias Wehlmann etwa weg? Nein! Hildebrandt wird nicht der Nachfolger von Wehlmann sein, sondern sein neuer Partner. Wehlmann erklärt: „Es war eine gemeinsame Entscheidung von mir und der Abteilungsleitung. Wir haben erkannt, dass ich Unterstützung brauche, damit wir in Zukunft individueller und effektiver trainieren können.“ So soll das Training flexibler und die Entwicklung der Spieler besser gefördert werden.

trainingsauftaktDie beiden Trainer treffen aber nicht ganz zufällig aufeinander. Wehlmann erzählt: „Wir kennen uns schon seit fast 30 Jahren, haben damals in Kummersdorf zusammen gespielt.“ Als beide sich beim Trainerlehrgang in Brandenburg wieder trafen, flammte der Kontakt wieder auf und nach der abgebrochenen Saison die Idee, ihn mit ins Boot zu holen. Hildebrandt verrät: „Nils Barsch rief mich dann an und fragte, ob ich Interesse hätte, mit Matthias zusammenzuarbeiten beim MTV. So kam es nach ein paar Gesprächen dazu.“ Und so unterschrieb Hildebrandt pünktlich zum kalendarischen Saisonbeginn am 1. Juli beim MTV Wünsdorf und war folgerichtig auch zwei Wochen später beim Trainingsauftakt dabei.


Aber wer ist der neue Leitwolf an Wehlmanns Seite? Hildebrandt ist mit dem Handball tief verbunden, lernte das ABC in der E-Jugend des TSV Tempelhof/Mariendorf, spielte sich ab der C-Jugend sogar in die Berlin-Auswahl hoch. Höhepunkt der Karriere: Zwei Junioren-Länderspiele mit der A-Jugend-Nationalmannschaft. Als Erwachsener ging es anschließend rauf in die 2. Bundesliga (Blau-Weiß Spandau), später spielte er noch in der Regionalliga und der Brandenburgliga.


Seinen Erfahrungsschatz brachte er nach seinem Karriereende mit 36 Jahren auch als Trainer ein, leitete bereits die HV Luckenwalde 09 in der Verbandsliga, die zweite Mannschaft der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf und kurze Zeit die Brandenburgliga-Mannschaft der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst.


In Zukunft will er die Wölfe wieder auf Trab bringen, der zuletzt stockenden Entwicklung der Mannschaft den Sand aus dem Getriebe nehmen. Hildebrandt: „Als erstes ist das Team wichtig. In einem funktionierenden Team läuft alles von Hause aus besser.“ In den ersten Wochen der Vorbereitung will er sich daher ein Bild von der Mannschaft machen, die Schwach- und Baustellen herausfinden.trainingsauftakt 2
Dabei erwartet er, dass auch die Mannschaft sich auf die neuen Trainingsmethoden einlässt und voll mitzieht. Hildebrandt: „Disziplin ist bei einem Mannschaftssport sehr wichtig und steht auch bei mir an erster Stelle.“ Fakt ist: Die Mannschaft muss wieder konsequent an einem Strang ziehen. Gut möglich, dass Hildebrandt so in Wünsdorf bald von seinem alten Spitznamen eingeholt wird. Frühere Spieler nannten ihn liebevoll „Schleifer.“

Jetzt soll er also das Team wieder zu höheren Ambitionen schleifen. Das neue Trainer-Duo will ein paar zuletzt liegen gebliebene Ansprüche der Wölfe wieder ankurbeln. Die zuletzt etwas ideenlos wirkenden Truppe soll ihr Potenzial wieder besser ausschöpfen. Auch die individiuelle Entwicklung der Spieler soll so wieder an Fahrt aufnehmen. Dass man in Zukunft sportlich durchhängt, im unteren Teil der Tabelle dümpelt und nachdenken muss, wo der Taschenrechner liegt, weil man Gefahr läuft, ihn möglicherweise entstauben zu müssen - das soll in Zukunft nicht mehr passieren. Wehlmann und Hildebrandt werden beide gemeinsam das Training leiten, aber mehr auf Kleingruppentraining setzen. So sollen neuen impulse gesetzt werden.

Zunächst steht aber erst einmal die Fitness auf dem Programm. Schon vor dem Trainingsauftakt wurden die Wölfe laufen geschickt, um die Grundfitness nach der langen Pause schneller wieder zu finden. Beim 1. Mannschaftstraining seit über vier Monaten wurde der Ball dann noch links liegen gelassen, denn das Trainer-Duo war beim ersten Mal sogar ein Trio. Hildebrandts Frau ist ausgebildete Leichtathletik-Trainerin und scheuchte die Wölfe über die Laufbahn des Wünsdorfer Sportplatzes. Auch in den kommenden Wochen wird viel Fitness geackert, bevor es im August wieder in die Halle geht. Zeit genug, um sich wieder in Form zu bringen. Der Saisonstart ist voraussichtlich erst am 26. September. Vielleicht hat Hildebrandt bis dahin auch den Namen „Schleifer“ weg.

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