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 Heimniederlage gegen den Tabellenführer

Hohe Fehlerquote kostet Überraschungs-Chance

groepler mtv hcl

Die Wünsdorfer Wölfe mussten gegen den Tabellenführer HC Bad Liebenwerda Punkte liegen lassen. Der MTV verlor sein Heimspiel mit 23:29, weist damit zwar ein gutes Ergebnis auf. Aber eine Überraschung wäre ebenfalls drin gewesen. Mehr... 

Eigentlich hatte der MTV keine Chance - und genau die wollte er nutzen. Zumindest statistisch war die Partie gegen den HC Bad Liebenwerda bereits im Vorfeld von mäßigem Erfolg gekrönt. Auf der Platte aber wollte man den bisher ungeschlagenen Tabellenführer zumindest so gut es geht ärgern.

Das funktioniert zunächst auch gut. Der HC braucht ein paar Minuten, um in ihre Spur zu kommen. Die beste Offensive der Liga (Toreschnitt vor dem Spiel 35,2) rollt zunächst gut an. Die Wölfe weichen ab von ihrer offensiven Deckung, treten nun aber zu spät heraus und so gelingt dem HC schon früh, sich ein Polster anzufressen (2:5/13.). Dennoch: Spielerisch kann der MTV gut mithalten. Im Angriff bringt Paul Gröpler immer wieder Unruhe in die gegnerische Abwehr, setzt so Akzente. Gröpler erzielt in der zweiten Viertelstunde der ersten Hälfte fünf Tore für die Wölfe, drückt in dieser Phase dem Spiel sein Stempel auf. So gelingt es dem Tabellenführer erst kurz der Sirene, sich ein beruhigendes Polster anzufressen.

Halbzeitstand: Wünsdorfer Wölfe – HC Bad Liebenwerda 8:15

wendland mtv hclDen hohen Rückstand müssen sich die Wölfe selbst ankreiden, weil die Fehler im Angriffsspiel schlichtweg zu viel sind. Pässe werden unpräzise gespielt, Bälle werden nicht gefangen. Dazu kommen viele Fehlwürfe, beste Wurfchancen werden nicht genutzt. Trainer Matthias Wehlmann: „Ich hatte nicht den Eindruck, dass Bad Liebenwerda unschlagbar war. Aber bei so vielen technischen Fehlern wird es eben schwer.“

So gelingt den Gästen erstmals, den Vorsprung auf zehn Tore zu stellen (9:19/33.). Die Punkte sind quasi verteilt. Der MTV schafft es nicht, dem HC alles abzuverlangen, und der Tabellenführer springt nur so hoch, wie ein gutes Pferd springen muss. Immerhin: Die Wölfe lassen den Kopf nicht hängen, wollen zumindest den Rückstand noch verringern und werden bitter bestraft. Als der offensiv starke Gröpler durch die Abwehr stößt, wird er von Liebenwerdas Patrick Zieris unsanft gestoppt. Gröpler verliert die Kontrolle, stürzt hart auf die Schulter. Für beide Spieler ist es das Ende des Spiels. Zieris sieht Rot, der MTV-Schütze muss wegen der Schulter raus. Sein Treffer zählt zwar noch (13:21/41.), möglicherweise droht nun aber ein längerer Ausfall.

Nach der Verletzung ist der Fluss raus aus dem Spiel. Die Zeit tickt runter und den Wölfen gelingt noch etwas Ergebniskorrektur. Wehlmann: „Die Abwehrleistung soweit war gut. Die Einstellung hat nicht überall gestimmt und die Fehlerquote war eben deutlich zu hoch.“. So wurde nichts aus der Überraschung.

Die nächste Chance auf Punkte haben die Wölfe jetzt am 30. November. Dann geht’s zur OSG Fredersdorf-Vogelsdorf.

Der Vi Tva Man of the Match

Nils Seegebrecht arbeitete besonders in der Abwehr sehr intensiv. Ständig störte er die Passwege des Gegners und übte Druck auf den Ballführenden aus. Durch schnelles Umschalten konnte er nach MTV-Ballverlusten insgesamt drei Kontersituationen entschärfen. Auch in der Offensive setzte er seine Mitspieler immer wieder gut in Szene, bereitete insgesamt sieben Tore vor.

seegebrecht mtv hcl 

Wünsdorfer Wölfe – HC Bad Liebenwerda 23:29 (8:15)

Wünsdorfer Wölfe: Barsch (4/8 gehalten), Hirsing) - Gröpler 7 (3/3), Hawaleschka 4, N. Seegebrecht 3 (1/2), Vikhrov 3 (1/1), J. Rackwitz 2, D. Becker 2, Baumann 2, T. Becker, Kuschel, Neuendorf
HC Bad LiebenwerdaITiews, Rieger –  Ruskzio 7 (1/2), Schubert 6 (1/2), Kasprczak 5 (2/4), Nürbchen 4, Schenk 2, Henkelmann 2, Joseph 1, Ziehe 1, Dielefeld 1, Zieris
Schiedsrichter: Felix Elliger / Sebastian Kittel

Gelbe Karten: J. Rackwitz, D. Becker, Baumann – Henkelmann, Schenk, Joseph
Zeitstrafen: 7:4 (2x J. Rackwitz, 2x. T. Becker, Wendland, D. Becker, N. Seegebrecht – 2x Kasprczak, Rukszio, Dielefeld
Rote Karten: Patrick Zieris (HC Bad Liebenwerda/41. wegen groben Foulspiels)
Blaue Karten:
 - 

Siebenmeter: 5/6 (83,3) - 4/8 (50%)
Wurfquote: 23/44 (652,27) - 29/56 (51,78%)